
Arthur Aron und Kolleg:innen wollten in der Studie prüfen, ob sich zwischen zwei fremden Personen Nähe unter Laborbedingungen gezielt erzeugen lässt. Dazu arbeiteten die Paare etwa 45 Minuten lang mit Fragen und Aufgaben, die schrittweise immer persönlichere Selbstoffenbarung verlangten. Als Kontrolle diente eine Smalltalk-Bedingung mit unpersönlicheren Gesprächen.
In der ersten Studie zeigte die Nähe-Bedingung eine deutlich stärkere empfundene Verbundenheit als die Kontrollgruppe. Die späteren Studien fanden jedoch nicht durchgehend signifikante Effekte, auch wenn verschiedene Zusatzbedingungen getestet wurden.
Die Autoren interpretierten das so, dass wechselseitige persönliche Offenheit ein zentraler Mechanismus für Beziehungsnähe ist. Wichtig ist dabei, dass die Methode keine Magie ist, sondern eine strukturierte Form von Gespräch und Selbstoffenbarung. Die heute bekannten 36 Fragen sind also nicht das eigentliche Hauptziel der Arbeit, sondern ein bekannt gewordenes Instrument aus dem Anhang der Studie.
Insgesamt ist die Studie vor allem ein experimenteller Hinweis darauf, dass Nähe zwischen Fremden durch geführte, zunehmend intime Gespräche beschleunigt werden kann.
Quelle: https://doi.org/10.1177/0146167297234003
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