Kaizen (Kaisen)
„Veränderung zum Besseren“
Kontinuierliche, schrittweise Verbesserung durch winzige Schritte statt einmaliger großer Anstrengung. Eine praktische Methode ist die Ein-Minuten-Regel: Starte so klein (z. B. nur eine Minute stillsitzen), dass Scheitern unmöglich wird, um Aufschieben und Vermeidung zu umgehen.
Gemba (Gamba)
„Der echte Ort“ / „Geh an den Ort des Geschehens“
Gewohnheiten zunächst wertungsfrei wie ein „Detektiv“ dort beobachten, wo sie unbewusst ablaufen. Durch das Führen eines Gewohnheitstagebuchs (wer, was, wann, wo, welches Gefühl) wird der automatische Ablauf durchbrochen. Eine Außenperspektive sorgt zusätzlich für Verbindlichkeit.
Hansei (Hansai)
„Reflektiere ohne Selbstvorwurf“ / Ehrliche Selbstreflexion
Nach Fehlern oder Rückfällen nüchtern zurückblicken und analysieren, welche Umstände dazu geführt haben, anstatt sich selbst zu verurteilen. Ein Rückfall wird als wertvoller Datenpunkt und Information betrachtet, nicht als Charakterfehler.
Die 5-Warum-Methode
Fünfmal hintereinander nach dem „Warum“ fragen
Hilft dabei, die tatsächliche Wurzel eines Problems zu finden, da die erste Antwort selten die ganze Geschichte erzählt. Oft ist ein Verhalten (wie stundenlanges Scrollen am Handy) nur ein Symptom für tiefere Ursachen wie Stress oder ungelöste Konflikte.
Poka Yoke (Prokayoke)
„Mach Fehler unmöglich“
Mechanismen etablieren, die Fehler von vornherein verhindern, anstatt sich auf reine Willenskraft zu verlassen. Durch die gezielte Gestaltung des Kontextes (z. B. Apps löschen, Süßigkeiten gar nicht erst einkaufen, das Handy aus dem Schlafzimmer verbannen) wird der Autopilot im Gehirn umprogrammiert.
Wabi-Sabi (Wabiaisabi)
„Das Unvollkommene hat seinen Wert“ / Schönheit im Unvollkommenen finden
Den eigenen unperfekten Fortschritt anerkennen und den blockierenden Perfektionismus ablegen. Gemäß dem Grundsatz „Imperfect action beats perfect inaction“ ist unvollkommenes Handeln immer besser, als auf den perfekten Moment zu warten.
